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Tierschutzverein
Marburg und Umgebung e.V.

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  Was wir für Tiere tun können ...

In Marburg arbeiten alle Aktiven der über 170 Mitglieder des Vereins ehrenamtlich, das heisst unentgeltlich und in ihrer Freizeit. Vergleichbare Institutionen in größeren Städten haben für die eine oder andere Aufgabe einen Arbeitsplatz eingerichtet, im Tierschutzverein Marburg und Umgebung ist das aber nicht der Fall. Es sind nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit beliebig viele der meist berufstätigen, ehrenamtlichen Helfer verfügbar oder überhaupt zu erreichen. Viele Nutzer der Tierschutz - Telefonnummer jedoch halten es für eine Art behördliches Nottelefon, das Tag und Nacht besetzt zu sein hat.
Wenn wir aber von der Notsituation einzelner Tiere erfahren, die uns durch eigene Wahrnehmungen oder Anzeigen an unsere Kontaktnummern bekannt gemacht werden, eilen wir an Ort und Stelle und versuchen "Erste Hilfe" zu leisten. - Man muß sich dazu vor Augen halten, daß der Zuständigkeitsbereich des Marburger Tierschutzvereins den kompletten Landkreis Marburg/Biedenkopf umfasst, ein Gebiet von nahezu 200 Ortschaften von Neustadt im Osten bis an den Landkreis Dillenburg im Westen und von Münchhausen im Norden bis an die Giessener Grenze im Süden.
Bei entdeckten Notfällen von Wildtieren muß der Jagdpächter, Jagdaufseher oder Revierförster benachrichtigt werden. Hilfsmaßnahmen dürfen nur in Absprache mit diesen Personen stattfinden.
Bei im Ortsbereich freilebenden Tieren (Vögel in hilfloser Lage, Wassergeflügel auf Teichanlagen) richten wir ein Hilfeersuchen z. B. an die örtliche Feuerwehr, wenn eigene Maßnahmen von uns nicht möglich sind.
Herrenlose Haustiere, deren Halter nicht zu ermitteln ist, werden von uns eingefangen und unter Fundanzeige bei Polizei und Ordnungsamt in ein Tierheim gebracht; bei Haus - und Nutztierhaltung prüfen wir, ob eine tierschutzrelevante Situation, oder nur persönliche Streitigkeiten vorliegen. Im letzteren Falle können wir allenfalls vermitteln, denn Denunziationen wegen Nachbarschafts- und Familienstreitigkeiten gehören nicht zur Tierschutzarbeit.
Bei offensichtlich festgestellter Tierquälerei schalten wir als Sofortmaßnahme das Veterinäramt oder die Polizei ein.
Oft ist es aber hilfreich im Notfall zuerst den nächsten erreichbaren Tierarzt aufzusuchen der das verletzte Tier versorgt und erst danach den Tierschutzverein zu informieren. In der Regel übernehmen wir in einem solchen Versorgungsfall die Kosten.

An unserer Arbeit interessierten Menschen sei also gesagt:
Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, die uns bei unseren vielfältigen Aufgaben aktiv unterstützen, oder mit ihrem Jahresbeitrag von 16,- € (und manchmal darüberhinaus mit einer aufrundenden Spende) einen Teil der finanziellen Aufwendungen für unsere Tierpflegestellen ermöglichen.- Einen Mitgliedsantrag zum Ausdrucken finden Sie hier.